Mehr als 2 Jahre litt ich unter Atemnot,starkem Herzklopfen und Leistungsabfall, besonders seit einem Jahr und die letzten Monate waren besonders unangenehm. Meine Lebensqualität war sehr stark eingeschränkt.
Ich war einige Male beim Kardiologen vorstellig, mein Herz war tippitoppi OK und auch beim Neurologen wurde keine Auffälligkeiten sichtbar.
Ein Arzt meinte in meinem Alter sei das normal, der andere, ich muss Kondition aufbauen, aber wie wenn ich nicht kann !!
Ich musste mich mit meinem Sport zuletzt auf das Minimum beschränken. in den letzten Monaten war auch das nur noch unter Schwierigkeiten möglich.
Alle meine Mitstreiterinnen liefen mir davon und ich hechelte nur noch hinterher.
Auf Longcovid wurde ich getestet (ich hatte nie Corona) es gab keine Antikörper
Es sollte dann event. Post covid Synrom sein, fast wäre ich in Hamburg gelandet, zur näheren Untersuchung, Blutaustausch usw.
Mahlzeiten einnehmen wurde schwieriger. Ich konnte nur noch die Hälfte von dem was ich sonst aß herunter bekommen, satt essen war nicht möglich, es rutschte einfach nicht. Naja ich musste dann eben weniger und öfter essen, gewöhnte mich daran. Hin und wieder hatte ich wenig bis starke Schmerzen, die über Stunden anhielten.
Angenehmer Nebeneffekt, ich nahm ab.
Mehrmals kam ich schon auf die Idee ein Hypochonder zu sein. Merkt man sowas eigentlich von selbst ?? Mein Hausarzt allergings meinte, das käme bei mir nicht absolut nicht in Frage
Mein Mann wurde krank zwischenzeitlich und ich stellte meine *Angelegenheit* in den Hintergrund, wie so oft.
Dann blieb mir im letzten Herbst auf den Stufen zu meiner Bank die Luft weg, die Angestellten umringten mich besorgt, aber nach einem Moment konnte ich wieder normal atmen.
Ich ging zum Arzt, der mich zum Lungearzt schickte, dort bekam ich auf hausärztliche Empfehlung schnell einen Termin, es wurde geröngt und der Doc entdeckte eine Auffälligkeit, ich wurde zum CT geschickt, auch das ging dank Arztpraxis recht flott. Die Diagnose ergab einen Zwerchfellbruch.
Er meinte mit meinen Beschwerden und den Untersuchungsergebnissen sollte ich in einer Klinik vorstellig werden.
Von da an ging alles schnell
Ich bekam einen Vorgesprächstermin in der UNI Klinik Lübeck. Dort wurde ich über den ganzen Umfang des Zwerchfellrisses aufgeklärt.
Mein Magen war nach oben durch gerutscht, drückte auf Herz und Lunge, es wurde höchste Zeit für eine OP. Es waren noch ein paar Voruntersuchungen nötig und 14 Tage später lag ich auf dem OP Tisch.
Im Klinikum war es sehr Patientenfreundlich, alle die sich mit mir beschäftigten, stellten sich namentlich vor.
Der ca. 3 1/2 Stündige Eingriff fand per Bauchspiegelung mit einem OP Roboter statt. Als ich aus der Narkose erwachte, stand schon jemand neben mir und erkundigte sich nach Schmerzen und Übelkeit, dagegen bekam ich augenblicklich ein Medikament über den Zugang am Handgelenk verabreicht.
Nach 3 Std. auf der Intensivstation kam ich auf meine endgültige Station, auch da waren alle freundlich und sehr hilfsbereit. Schmerzen hatte ich nur wenig und auch etwa 3 Tage, dann setzte ich das Mittel ab.
Ich konnte mich sofort nach der OP gut bewegen und bemerkte auch das ich besser atmen konnte.
die Kleinen Schnitte wurden nur durch schmale Pflasterchen bedeckt.
am 4. Tag nach der OP durfte ich schon duschen und am 5. Tag nach Hause.
Seit 2 Wochen bin ich Beschwerdefrei und überglücklich, muss aber noch mindesten 4 bis 6 Wochen vorsichtig mit meiner Bewegung und Sport sein.
Ich kann frei atmen, es ist kein Widerstand mehr da, mein ständiges Herzklopfen ist verschwunden, ich kann super in der Nacht schlafen, keine Schmerzen mehr.
allerdings mussten die Organe wieder lernen zu arbeiten und so darf ich vorerst nur Schonkost zu mir nehmen, essen klappt inzwischen sehr prima, es wird alles sehr gut transportiert und kommt im Magen an.
Jetzt muss ich langsam Kondition aufbauen um meine alte Fitness wieder zu erreichen.